Im Zuge meiner Masterarbeit habe ich mir die dissoziative Identitätsstörung (DIS) als Thema genommen. Die Forschungsfrage lautet: "Wie wirkt die Darstellung der dissoziativen Identitätsstörung in Medien auf die Gesellschaft und wie kann eine Aufklärungskampagne auf diese Missverständnisse aufmerksam machen?"
Kurz erklärt: die DIS ist eine mentale Krankheit, bei der Betroffene mehrere selbstständige Persönlichkeiten in einem Körper haben. Dies entsteht durch schweres, wiederholtes Trauma in der Kindheit.
Theorie
Um die Forschungsfrage beantworten zu können, muss sich erst angeschaut werden, wie die DIS überhaupt in Medien repräsentiert wird. Dafür habe ich mir die 18 bekanntesten Medien (darunter 15 Filme, 2 Bücher und eine TV-Serie) herausgesucht und die Aussage dieser Medien über die DIS in positive Aussagen (türkis) und negative Aussagen (rot) unterteilt.
Dabei ist aufgefallen, dass die DIS überwiegend negativ repräsentiert wird. Gespräche mit Betroffenen bestätigen dies ebenfalls.
Branding
Um diese Missverständnisse zu lösen, habe ich eine gemeinnützige Organisation namens "mentally matters" entworfen, die mehrere Aufklärungskampagnen mit wechselnden Themen erstellt. Fokussiert wird sich im Folgenden auf die Kampagne über das Thema DIS (englisch: DID).
Die Kampagne
Nachdem die Medien und deren Repräsentation über die DIS analysiert wurden, ist aufgefallen, dass es starke Missverständnisse über die DIS gibt. Diese wurden in einer Plakatserie als Taglines genutzt, um den Kontrast zu den freundlichen Gesichtern (die Menschen mit DIS) aufzuzeigen.
Über die Plakatserie hinaus gibt es auch eine Videoreihe, die sich mit den Missverständnissen befasst. Die Videos sind so angedacht, dass sie als "Werbung" vor und nach Filmen und Serien geschaltet werden, die die DIS als Thema haben.
Die Kampagne wird natürlich auf verschiedenen sozialen Medien kommuniziert, um eine Präsenz zu schaffen, die Reichweite erzeugen kann. Hier ist das Instagram-Profil der Organisation aufgezeigt, die ihre Kampagnen (mit aktuellem Fokus auf DID) verbreitet.
Doch die Aufklärungskampagne war nur der erste Schritt. Die Organisation "mentally matters" veranstaltet auch Events, bei dem auch eine physische Präsenz für das Thema geschaffen wird. So entsteht das DID-Event, bei dem Menschen zusammenkommen, um gemeinsam zu essen, zu feiern und über die DIS zu lernen.